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Kirche in Loquard


Loquard

Der Chronist Friedrich Arends schrieb im 18. Jahrhundert über Loquard: "Die Einwohner zeichnen sich durch Bildung und Geselligkeit aus. Viele sind musikalisch. ..." Diese Eigenschaften haben sich bis heute anscheinend zum Teil erhalten. Im dem heute ca. 670 Einwohner zählenden Dorf gründete Frau Waltraut Alberts im September 1976 die Gruppe der Loquarder Handörgler. Inzwischen besteht die Gruppe aus etwa 50 aktiven Musikern, die durch zahlreiche Auftritte nicht nur viele Freunde in Ostfriesland gefunden haben.

Kirche in Loquard

Loquard ist einer der drei lutherischen Gemeinden in der Krummhörn. In der Kirche, deren Spitze ein Schwan verziert, befindet sich ein sehenswürdiger Altar aus dem Jahre 1520. In der Zeit des bedeutensden Häuptlings von Loquard, Viktor Freese, war dieser Passionsaltar entstanden.

Nordwestlich des Dorfes befand sich die Loquarder Burg des 15. Jahrhunders. Ein Vorgängerbau war am 14.6.1400 im Zuge einer Strafexpedition der Hamburger zerstört worden. Sibrand Brungersna I. hatte sich mit Seeräubern verbündet und die Vitalienbrüder oder Likedeeler angeblich Unterschlupf gewährt. Selbst Klaus Störebeker soll sich dort verborgen gehalten haben. Andere Quellen berichten, dass Gödeke Michel, ein ebenfalls bekannter Seeräuber, mit Hilfe von Sibrand die Flucht mit 200 seiner Leute gelang.

Haus in Loquard

Letzter Häuptling Loquards war Viktor Freese II, der 1564 Loquard und Campen an Graf Edzard II. und seiner Gemahlin Katharina, Tochter des schwedischen Königs Gustav, verkaufte. Graf Edzard und seine Frau versuchten damals in ganz Ostfriesland das lutherische Glaubensbekenntnis einzuführen.

Wassermühle

In Loquard finden wir noch die Reste einer alten Wassermühle, deren archimedische Schraube noch zu sehen ist.



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