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Warft-Tein 7 OG, Warftoase
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Ferienwohnung für 2 Personen in Grimersum, Nichtraucher ohne Haustiere. Preis inkl. Frühstück.
Ab: 23.00 Euro
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Edzard-Cirksena-Strasse 4 OG, Mühlenblick 4
Edzard-Cirksena-Strasse 4 OG, Mühlenblick 4
Ferienwohnung für 2 Personen in Greetsiel, Nichtraucher ohne Haustiere.
Ab: 75.00 Euro
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Ferienwohnung In't Hörn van't Diek
Ferienwohnung In't Hörn van't Diek
Wohnung für 4 Personen in Greetsiel, Nichtraucher ohne Haustiere.
Ab: 44.00 Euro
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Hotel  Leegerpark
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Am Leeger 8
26736 Greetsiel
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Hotel Ursula in Manslagt
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Oststrasse 4
26736 Krummhörn - Manslagt
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Hotel Greetsieler Grachtenhaus
Hotel Greetsieler Grachtenhaus
Justus-Hanssen-Weg 1
26736 Greetsiel
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Eilsum

Eilsum, heute mit ca. 650 Einwohnern, wird urkundlich unter der Bezeichnung "Edelsum", "Ethilsum" und "Edelsheim" um 1300 erwähnt. Auch waren diese Namen ausgangs des 15. Jahrhunderts im Pfarregister zu Münster nachzulesen.

Einer der ersten Häuptlinge des Dorfes war nach O. G. Houtrouw "Sibrandus in Ethilsum", der in einer Urkunde vom 7. Juli 1370 erwähnt wird. Von der von ihm und seinen Nachfolgern bewohnten Burg ist nur noch die Burgstätte vorhanden. Die dazugehörigen Ländereien sind längst in den Besitz der am Ort ansässigen Bauern übergegangen.

Eilsum

Zu der Lage des Dorfes in früherer Zeit macht Lothar de Riese interessante Ausführungen: "In alten Zeiten lag im Dorf ein Siel, die Stelle heißt heute noch "Faldern" oder "Rindelshafen", das die Entwässerung des Greetmer Amtes besorgte und nördlich von Grimersum in die Leybucht mündete. Das Seewasser reichte, bevor die Eindeichungen begannen, bei hoher Tide noch bis an das Dorf Eilsum heran. Im Jahre 1461 ist das alte Siel, da es vollkommen verschlammt war, abgebrochen und bei Angernwehr neu errichtet worden. Schon rund 150 Jahre später war es wiederum derart verschlammt, dass 1605 ein Kanal auf halber Strecke von Eilsum nach Greetsiel gegraben werden musste. Ein toter Wasserarm, das Oll' Deep, erinnert noch an dieses ehemalige Sieltief.

Im Norden von Eilsum liegen zwei kleinere Warfen in der Feldmark. Auf einer dritten Warf in der Nähe des Dorfes stieß man bei der Abtragung der Erde auf Reste menschlicher Behausungen. Skelettfunde, die bei einem Silobau im Jahre 1935 gemacht wurden, seien noch erwähnt. Fünf menschliche Skelette lagen in einer Tiefe von etwa 2,25 m unter der Erdoberfläche.

Nach der Feststellung eines Sachkenners handelte es sich um Bestattungen aus der Karolingerzeit (8. bis 9. Jahrhundert n. Chr.) an einer Begräbnisstätte, die vor dem Kirchenbau und vor der Anlage des jetzigen Friedhofs benutzt wurde. Kugeltopfscherben aus der Karolingerzeit in der gleichen Erdschicht bestätigten die Richtigkeit der Angaben."

Kirche in Eilsum

Inmitten des Dorfes, auf der höchsten Stelle der Warf, bis auf die Westseite von Häusergruppen umgeben, steht das weithin sichtbare Gotteshaus der Gemeinde. Etwa zwischen 1240 und 1250 erbaut, handelt es sich um die einzige Chorturmkirche Ostfrieslands. De Riese schreibt dazu: "Für jeden Kunstkenner lohnt es sich, die mächtige Kirche, die manchem viel zu groß für ein Bauerndorf erscheinen mag, und ihren 36 m hohen Turm kennenzulernen. Das Gotteshaus ist mit großformatigen Ziegelsteinen erbaut, der Gürtel besteht aus Sandstein. Der gewaltige Turm steht - eine Ausnahmeerscheinung - schief vor dem Ostgiebel der Kirche. Eine architektonische Besonderheit stellen sicherlich die zur Mitte der Langwände hin höher werdenden Fensterbögen dar. Das Bauwerk soll ursprünglich als eine dreischiffige Basilika angelegt worden sein, doch ist nur das hohe Mittelschiff ausgeführt worden."

Taufbecken in der Eilsumer Kirche

Eine kulturhistorische Seltenheit ist das 500 Jahre alte, kupferne Taufbecken. Der um 1860 zu Eilsum amtierende Pastor B. Krüger schrieb von dem Schmuckstück seiner Dorfkirche, dass es der größten Kathedrale zur Zierde gereichen könne. Der Kessel des Taufbeckens wird von den vier Evangelisten getragen und wurde 1472 von Barthold Klinghe dem Älteren gegossen. Daneben ist die sechseckige Kanzel.

Als eine Kostbarkeit besonderer Art ist die 1964 entdeckte und 1969/70 freigelegte Secco-Malerei in der um das Jahr 1250 erbauten Eilsumer Kirche anzusehen. Im Gegensatz zu der Freskomalerei auf feuchtem Putz direkt aufgetragen, wird die Secco-Malerei auf getrocknetem Putz angebracht. Kalkabfall von den Wänden und der Decke machten dieses einmalige Kunstwerk sichtbar. Besonders wird dabei der Lukasstier bewundert, der in seiner ganzen Prägnanz die Farbfreudigkeit und Schaffensfreude der damaligen Kirchenkunst zum Ausdruck bringt. Weitere Wandmalereien werden noch in anderen Kirchen des Landkreises Norden vermutet.

Bis zum Jahre 1914 hingen drei Glocken im Turm. Eine davon wurde bereits im Ersten Weltkrieg, die zweite im Zweiten Weltkrieg zur "besonderen Verwertung" beschlagnahmt. Die dritte noch vorhandene Glocke hat folgende Inschrift:
"1775 is deze Klocke gegoten as Jan H. Stroman en Jan Meinders Kerkvogden tot Eilsum en Johann Stiermann Predicant in de Gemeente wasen. Ick roep het Volk tot Christi leer, de doden bewys ick har laatste eer, ook als er zaken zyn vant gemeen, roep ick door myne stem het volk byeen. Gebruikt my niet tot ydelheit, op dat de ziel keen schade deit. Claudius Fremy, Mammeus Fremy, Heidefeldt me fecerunt."

Das markante Tor mit der als Mahnung an die Dorfgemeinschaft angebrachten Inschrift: "Ken U Zelven" (Erkenne dich selbst) gab einstmals dem Kirchplatz einen würdigen Abschluss.

Zu erwähnen wäre noch, dass auffallenderweise auf der Warft nur noch drei "Plaatse" stehen, weitere befinden sich am Fuße der Warf oder auf den fünf "Wehren" Hoesingwehr, Bolkewehr, Middelstewehr, Angernwehr und Uiterstewehr. Vor 50 bis 100 Jahren wurden einige Höfe abgebrochen oder so verkleinert, dass diese als "Plaatse" nicht mehr bezeichnet werden können.



Quellen: Literatur / Landkreis Norden: Panorama des Landkreises Norden

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