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Warft-Tein 7 OG, Warftoase
Warft-Tein 7 OG, Warftoase
Ferienwohnung für 2 Personen in Grimersum, Nichtraucher ohne Haustiere. Preis inkl. Frühstück.
Ab: 23.00 Euro
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Grimersum

Grimersum mit 577 (31. Dez. 2012) Einwohnern wurde bereits im 800 Jahrhundert als Handelsniederlassung erwähnt. Einiges weist darauf hin, dass Grimersum im 14. Jahrhundert eine nicht geringe Bedeutung hatte.

Zwischen Wirdum und Grimersum befinden sich in der Marsch zwei nur 75 m voneinander entfernt angelegte Wurten von rundlich ovaler Form, die bis +3,50 bzw. +4,70 m NN aufragen und deutlich von der Straße aus zu erkennen sind. Es sind die Reste einer 1379 zerstörten mittelalterlichen Burganlage, die der Stammsitz der alten friesischen Häuptlingsfamilie Beninga war, zu der auch der Chronist Eggerik Beninga gehörte. Das Gebäude war nach den Erkenntnissen von Ausgrabungen etwa 44 Meter lang und elf Meter breit.

Eine weitere Burgstätte ist am Ostende der Langwurt nachweisbar. Sie ist erst spätmittelalterlich, und zwar an dieser Stelle erbaut, nachdem der alte Stammsitz der Beninga zerstört worden war. Die neue Beningaburg zu Grimersum wurde wiederum 1435 zerstört. Ein großzügiger Neubau in Gestalt einer vierflügeligen Anlage erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Einer der beiden Hauptflügel, die sogenannte Westerburg, wurde im 18. Jahrhundert aufgegeben; der andere mit den beiden Nebenflügeln, die sogenannte Osterburg, verfiel gegen Ende des 19. Jahrhunderts vollständig.

Das Burggelände mit Grabenresten und Steinschutt ist teilweise erhalten, inzwischen mit Bäumen bestanden und über einen Spazierweg begehbar.

Aus Anlass der Dorfsanierung bildete sich im Oktober 2002 eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Jörg Saathoff, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Burgstelle wieder ansehnlich und zu einem Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste zu machen. Zunächst wurde 2003 der Wildwuchs beseitigt und sodann an der West- und Südseite der Schutt abgetragen. Im Laufe der Jahre sollen nach Möglichkeit die Mauerstümpfe der Gebäude, die ehedem zehn Meter breiten Gräben der Viereckanlage sowie die Brücke und die Gärten wieder erstehen.

Vorläufig brachte die sorgsame Freilegung der stehenden Mauerreste unter dem Backsteinschutt Teile der Außenmauern, ein Brückenfundament, Kellerräume (Abb. links oben) und Durchgänge zu Tage. Zudem enthielt der Schutt zahlreiche neuzeitliche Fundstücke: Rot- und Gelbirdenware, Porzellan, Fayencen, Münzen und Eisennägel. Einzelne Scherben einheimischer mittelalterlicher Kugeltöpfe befanden sich ebenfalls darunter

Quelle: http://www.ostfriesischelandschaft.de
Lit.: van Lengen, H.: Die Beningaburg aus historischer Sicht. Die Burg der Beninga zu Wirdum in Ostfriesland. Wegweiser zur Vor- und Frühgeschichte Niedersachsens 23, 2002, 61-65.



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